Gekochte Pintobohnen
Gekochte Pintobohnen verlieren ihre Sprenkelung

Pintobohnen (Wachtelbohnen) kochen

Von Lebensmitteln, die seit mehreren Jahrtausenden angebaut und kultiviert werden, können Sie annehmen, dass sie in der täglichen Küchenpraxis unkompliziert zu handhaben sind. Genau das trifft auf die Pinto-Bohne zu.

Im Supermarkt findet man Pinto- oder Wachtelbohnen entweder getrocknet oder in der Dose vor. Dosenware ist natürlich besonders einfach zu handhaben, denn sie muss nur noch erhitzt werden. Das Kochen getrockneter Bohnen ist nicht viel schwieriger, Sie sollten die Bohnen vor dem Kochen jedoch ein paar Stunden lang, am besten über Nacht, einweichen. Das verkürzt die Kochzeit und spart Energie.

Einweichen und kochen

Acht Stunden lang eingeweichte Pinto-Bohnen brauchen ca. 1 Stunde Kochzeit, um weich zu werden. Verschiedene Quellen geben an, dass eine längere Einweichzeit zu einer weiteren Verkürzung der Kochzeit führt. Das können wir nicht uneingeschränkt bestätigen. In unserer Küche brauchten acht Stunden lang eingeweichte Bohnen genau so lang wie 12 Stunden lang eingeweichte. Vermutlich spielen die Bohnensorte und vor allen Dingen das Alter der Bohnen bei der Kochzeit eine Rolle.

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Sollten Sie sich einmal spontan entschließen, mit Pinto-Bohnen zu kochen, so ist die fehlende Einweichzeit nicht unbedingt ein Problem. Entweder Sie nehmen die verlängerte Kochzeit (anderthalb bis zwei Stunden für nicht eingeweichte Bohnen) in Kauf, oder sie bedienen sich der "Turbo-Einweich-Methode": Setzen Sie die Bohnen mit der dreifachen Menge Wasser auf, lassen sie alles 1 Minute lang kochen und lassen sie die Bohnen dann zwei Stunden lang stehen, bevor Sie sie weich kochen.

Natürlich können Sie auch zum Schnellkochtopf greifen, so Sie einen haben. In so einem Kochgeschirr sollten Pinto-Bohnen spätestens nach dreißig Minuten weich sein.

Eine andere Methode, die zur Verkürzung der Kochzeit empfohlen wird, ist die Beigabe von einem Teelöffel Natron* zum Kochwasser. Das Natron soll außerdem gewisse unerwünschte Nebenwirkungen der Bohnen (Blähungen etc.) reduzieren helfen. Auch das sollte man selbst ausprobieren, aber dosieren Sie das Natron vorsichtig. Zuviel Natron sorgt für einen seifigen Geschmack. Wenn Sie empfindlich sind, was Blähungen anbelangt, sollten Sie die Bohnen auf keinen Fall im Einweichwasser kochen sondern frisches Wasser nehmen: ein Teil der schwerverdaulichen Bohnenzuckerarten Raffinose, Stakchose und Verbacose verbleibt im Einweichwasser.

Die eingeweichten Bohnen sollten Sie vor dem Kochen gründlich waschen, falls das nicht schon vor dem Einweichen geschehen ist. Anschließend setzen Sie die Bohnen mit frischem Wasser auf, das – je nach Bohnenmenge – zwei bis drei Zentimeter über den Bohnenkernen stehen sollte, und kochen die Bohnen bei ganz milder Hitze weich. Keinesfalls sollten Sie die Bohnen sprudelnd kochen lassen, sonst könnten die Schalen platzen bevor die Bohnen gar sind. Füllen Sie gegebenenfalls Wasser nach, falls es die köchelnden Bohnen nicht mehr bedeckt.

Erst wenn die Bohnen weich sind sollten Sie säurehaltige Lebensmitteln wie Tomaten, Essig oder Wein ins Spiel bringen. Die Säure verlängert den Garprozess oder stoppt ihn möglicherweise ganz. Salzen hingegen können Sie das Kochwasser der Bohnen unbedenklich, Salz behindert den Garprozess nur bei extrem kalkhaltigem Wasser.

Lagerung

Wenn Sie Pinto-Bohnen kochen, sollten Sie in Erwägung ziehen, gleich eine größere Menge zuzubereiten. Weich gekochte Bohnen halten sich abgedeckt im Kühlschrank einige Tage. Außerdem lassen Sie sich problemlos einfrieren. Im Tiefkühler sind Sie mindestens drei Monate haltbar. So bevorratet können Sie jederzeit ein leckeres Bohnengericht improvisieren.

Bei Dosenbohnen können Sie sich am Mindesthaltbarkeitsdatum orientieren, wenn die Dosen noch ungeöffnet sind. Geöffnete Dosenbohnen sind im Kühlschrank noch zwei bis drei Tage haltbar.

Die getrockneten Bohnen sind beinahe unbegrenzt haltbar, das auf den Packungen aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum erfüllt meist nur die Vorschriften des Gesetzgebers. Erst wenn die Haut der getrockneten Bohnen sich verfärbt und zu beginnt, runzlig zu werden, sollten sie verzehrt werden. Aber soweit lassen es Pinto-Bohnen-Kenner meist nicht kommen, dazu schmecken Sie zu gut.